Lebensmittelverschwendung ist längst kein Geheimnis mehr, denn in Deutschland landen Tag für Tag vollkommen intakte Lebensmittel in der Mülltonne und das in Massen. Betroffen sind bei den Supermärkten vor allen Dingen jene Lebensmittel, die das festgeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Auch danach sind sie durchaus genießbar und vollkommen in Ordnung, allerdings dürfen sie nicht mehr verkauft werden und genau hier beginnt das Problem.

Das Problem der Lebensmittelverschwendung beginnt in den eigenen vier Wänden

Es gibt inzwischen in den Großstädten einige kleinere Initiativen, die solche Lebensmittel gezielt sammeln und so der Verschwendung vorbeugen. In den meisten Städten heißen diese Tafel, es gibt aber auch Privatpersonen die bei Supermärkten anfragen und deren Lebensmittel abnehmen. Allerdings ist das nicht jedem Supermarktbetreiber erlaubt und so muss er die oft kostspielige Entsorgung selbst veranlassen. Doch man muss gar nicht so weit schauen, um Lebensmittelverschwendung festzustellen, denn die beginnt auch schon im eigenen Haushalt. Wie oft passiert es, das Brot trocken wird und deswegen in der Mülltonne landet, dass Äpfel nicht mehr schön anzusehen sind und weggeworfen werden, oder dass ein neuer Pack Käse einfach vergessen wird und somit ebenfalls früher oder später komplett entsorgt werden muss? Gezieltes Einkaufen kann helfen, die Lebensmittelverschwendung im eigenen Haushalt in den Griff zu bekommen.

Kleine Lösung, große Wirkung

So sollten immer nur solche Mengen gekauft werden, die man auch tatsächlich verbraucht. Neue Produkte verführen oft dazu, sie erst einmal auszuprobieren und recht häufig passiert es dann, dass sie niemand mag und darum ebenfalls der Weg zur Mülltonne unvermeidlich erscheint. Kleinere Probierpackungen oder spezielle Probieraktionen den Supermärkten helfen einem, auch nur Dinge auszuwählen, die zumindest einer in der Familie auch mag. Übrig gebliebene Äpfel, altes Brot und Möhren lassen sich auch wunderbar an Tiere verfüttern. Das können die Enten im öffentlichen Teich sein, die Kaninchen vom Nachbarn oder die Ziegen beim nahen Bauern. In Deutschland machen sich höchstens die ärmeren Menschen wirklich Gedanken darum, wie sie Geld für Lebensmittel sparen und die gekauften Lebensmittel optimal bis zum Rest auch verwenden können. Je mehr Budget für den monatlichen Einkauf zur Verfügung steht, desto mehr nimmt der Gedanke an die Wertigkeit von Lebensmitteln ab. Wer sich täglich nur einige Minuten damit beschäftigt, was wirklich gebraucht wird und was mit den Dingen passieren kann, die sonst womöglich weggeworfen werden müssen, der senkt die Verschwendung schon erheblich und hier ist der Einsatz von jedem gefragt.

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