Quickcap Runde 2Vor einigen Monaten gab es Quickcap zum Test und natürlich folgte darauf auch prompt ein Review auf diesem Blog. Um nochmal kurz zu wiederholen um was es hierbei genau geht, Quickcap ist ein „wissenschaftlich formulierter Vitalstoffdrink“ in vier Geschmacksrichtungen. Jeder Geschmack ist dabei einem Thema zugeordnet von „Sport“ (Orange, Grapefruit), über „Beauty“ (Pfirsich) bis hin zu „Sun“ (Mango, Passionsfrucht) und „Brain“ (Grüner Tee, Zitrone). Soweit ist alles beim Alten geblieben, denn sowohl die Sortenvielfalt als auch die Verpackung gab es bereits in Runde 1. Was ist also neu?

Geschmacklich um Welten besser!

Die einfachste Zusammenfassung wäre wohl der Geschmack und das äußere Erscheinungsbild. Während in der alten Quickcap Version die meisten der getesteten Sorten im Blumenbeet entsorgt werden mussten, weil wir sie schlicht als „nicht trinkbar“ einstuften und auch die blasse schlammartige Farbe eher an Dreck erinnerte als ein erfrischendes Getränk, gab es Handlungsbedarf von Seiten der Entwickler. Und da nicht nur wir das so sahen, sondern der Großteil aller Tester hat man sich die Kritik tatsächlich zu Herzen genommen und an der Geschmacksformel gefeilt. Hier muss ich feststellen, mit Erfolg, denn die Sorten schmecken nun tatsächlich so wie sie heißen, sind erfrischend, nicht wirklich süß und auch optisch in den unterschiedlichen Farben deutlich netter anzusehen. Das Problem bei solchen Drinks besteht ja oft darin, dass sie nicht nur gut wirken sollen, sie sollen eben auch schmecken, das hat im 2. Anlauf schonmal geklappt.

Quickcap – Genuss mit gutem Gefühl?

Haben wir aber nun „Das gute Gefühl von Besser?“ Ich muss sagen jaein. Geschmacklich ist es besser, optisch ist es besser und das Pulver löst sich auch besser auf und bildet weniger Klumpen in der Plastikflasche. Doch genau die ist weiterhin das große Manko. Das Prinzip ist, man erhält im Probierpaket eine Plastikflasche mit Deckel, dazu dann die einzelnen Kapseln. Um diese anzuwenden, muss zunächst eine Folie entfernt werden, dann lässt sich die Kapsel auf die Quickcap Flasche aufschrauben. Nun noch den kleinen grünen Pin in der Mitte herunterdrücken, dann erst löst sich das Pulver aus der Packung und kann durch Schütteln in den 400 ml Leitungswasser in der Flasche verteilt werden. Einfaches Prinzip, aber viel zu viel Verpackung. Besser wäre es hier, man würde kleine Beutelchen aus Papier nutzen, wie das bei Trinkbrause der Fall ist. Auch so ließe sich das Pulver ohne Folie und Plastik in die Flasche kippen und gut schütteln. Das würde weniger Müll verursachen und dieses ganze Plastik, selbst in einer spülbaren Flasche ist einfach nicht gesund, das macht den Gedanken dahinter durch eventuell vorhandene Schadstoffe schon kaputt.

Die Sache mit dem Huhn

Was ebenfalls sehr bedenklich ist, Veganer haben hier ihre Schwierigkeiten und dahinter will sich mir einfach kein Sinn erschließen. Speziell die Inhaltsstoffe der Sorte „Beauty“, die Haut und Haare schöner machen sollen, verrät „Extrakt aus Huhn“ zu 0,9 Prozent. Nett, dass es winzig klein in den Inhaltsstoffen steht und auch erwähnt wird, dass alle Produkte kein Gluten und keine Lactose enthalten. (Wie auch?) Aber das sie nicht vegan sind, zumindest nicht alle, dass wäre schon erwähnenswert, zumal Quickcap ja ein Publikum anspricht, welches Wert auf eine gesunde Ernährungsweise legt. Die übrigen Inhaltsstoffe sind einem Laien hingegen fast unverständlich und klingen eher chemisch am Beispiel „Beauty“:

Kollagenhydrolysat (60 %), Maltodextrin, Aroma, Vitamin C-angereicherter Camu-Camu-Frucht-Extrakt, Säuerungsmittel Citronensäure, Zinkgluconat, Hyaluronsäurehaltiger Extrakt aus Huhn (1 %), Trennmittel Siliciumdioxid, L-Ascorbinsäure, Süßungsmittel Acesulfam K, Natriumselenat, D-Biotin

Eine Flasche zu jeweils 400 ml hat höchstens 12 Kalorien, das ist wirklich sportlich. Jede soll bei anderen Bedürfnissen genau die richtigen Wirkstoffe liefern, um wach zu bleiben, schön zu werden, die Sonne zu genießen oder sich nach dem Sport die verbrauchten Nährstoffe widerzuholen. Ob das klappt, dass muss jeder für sich selbst entdecken. Quickcap ist erhältlich über Apotheken oder den eigenen Online-Shop, versandkostenfrei ab 10 Euro Bestellwert. Das Einsteigerpaket zum Testen liegt bei sieben Euro, dafür erhält man dann 4 einzelne Drinks. Erweiterungspacks die dann ohne neue Plastikflasche, dafür eben mit den seltsamen Plastikdeckeln daherkommen, die liegen dann bei über 10 Euro pro Sorte. Sicher kein günstiger Spaß, aber auch hier hat man etwas die Ursprungspreise gesenkt, denn ich meine mich zu erinnern, dass auch die Anfangs recht hoch waren.

Fazit zu Qickcap

Kann man machen, muss man aber ehrlich auch nicht. Es schmeckt ok, wie gesund das wirklich ist vermag ich an der Stelle nicht zu sagen. So wirklich will dieser Plastikvorrat nicht gefallen, auch die Tatsache, dass man nicht einfach alle Drinks mit „echten“ Auszügen aus Früchten ausgestattet hat und da tierische Inhaltsstoffe eingefügt hat, erschließt sich mir nicht. Das es nicht explizit dabei steht finde ich grob fahrlässig gegenüber bestimmten Gruppen von Menschen, die eben verstärkt darauf achten. Insgesamt ist es nun zumindest gut trinkbar und schaut ansehnlich aus. Da wir noch vom letzten Mal Plastikflaschen übrig haben ist uns nun ein guter Gedanke gekommen. Wir werden sie an einer Kordel an der Kellertreppe auffädeln und darin Sonnenblumen pflanzen. Das erscheint uns dann halbwegs ökologisch vertretbar. Trotzdem finde ich es sehr lobenswert, dass die Entwickler sich nocheinmal die Zeit genommen haben, ihr Produkt entsprechend den Kundenwünschen umzumodeln und ich nochmal testen durfte, was sich daraus ergeben hat. Es geht eben immer noch etwas besser, die Motivation ist super!

( Bilder und Inhaltsangaben sind übernommen von der Herstellerseite zu finden unter www.quickcap.com)

 

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Quickcap - Runde 2 verspricht Besserung, 10.0 out of 10 based on 1 rating